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3.1 Genf
Post tenebras lux (Nach der Finsternis Licht) ist der Wahlspruch der calvinistischen Reformation und der Stadt Genf. Die Genfer Reormation beginnt schon vor der Ankunft Calvins. Für die Zeit vor seinem Auftreten sind zwei Namen von größter Bedeutung. Auf politischer Bühne der Herzog von Sayvoyen und auf religiöser Ebene Wilhelm Farel. Letzterer war bereits als glühender Anwalt der Reformation und temperamentvoller Volksprediger bekannt, als er Calvin 1536 zwang, in Genf zu bleiben. Farel, der von 1489 bis 1565 lebte, galt als erfahrener Reformator. Wie Calvin war er humanistisch gebildet und hatte auf eigene Faust mit der allmächtigen Kirche in Rom gebrochen. Auch Farel hatte die selbsterkannte Wahrheit in Meaux und seiner Heimat Gap ohne Rücksicht auf die Konsequenzen gepredigt. Seine Tätigkeit in Neuenburg ab 1530 hatte zu Volkserhebungen geführt. Farel setzte die Reformation in Neuenburg durch und wandte sich wenig später nach Genf. Der charismatische Farel hatte also schon eine erfolgreich abgeschlossene Reformation hinter sich, als er 1536 in Genf auf den zwanzig Jahre jüngeren Calvin traf.[35]
[35] Kantzenbach, Friedrich Wilhelm: Die Reformation in Deutschland und Europa. Gütersloh, 1965 (= Evangelische Enzyklopädie, Bd. 9), Seiten 77 und 78.
[36] Cottret, Bernard: Calvin. Eine Biographie. Stuttgart 1998. Seiten 145 und 146. [37] Vgl. dazu auch: Lortz, Joseph & Iserloh, Erwin: Kleine Reformationsgeschichte. Ursachen-Verlauf-Wirkung. Freiburg, 1969. Seite 185. [38] Cottret, Bernard: Calvin. Eine Biographie. Stuttgart 1998. Seite 144. Werbung: Akku Staubsauger Senseo Kaffeemaschine Adobe Photoshop Logitech Maus |
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